Erfahren Sie mehr über unsere Herzensprojekte

Wir möchten Ihnen einen Einblick geben, in Projektvorhaben, die uns besonders am Herzen liegen. Dank unserer Nähe zu in.betrieb sind wir auch nah an den Bedürfnissen und Herausforderungen der Menschen mit Behinderungen. Daher verdienen aus unserer Sicht drei zentrale Themen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Bildung für Kinder mit Autismus

Wir unterstützen den Aufbau einer Beratungs- und Förderstelle für Kinder mit Autismus.

Eine gelingende Inklusion fängt bereits im Kleinkindalter an und hört auch im Erwachsenenalter nicht auf. Die Stiftung Tausendgut hat sich zum Ziel gesetzt die Chancen für Menschen mit Behinderungen bedürfnisorientiert zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit richten wir dabei auf Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS).  

Kindern mit ASS fällt es oft schwer, sich in die "normalen" Kita-Konzepte zu integrieren. Die Überforderung kann sich in fremd- und selbstverletzenden Verhaltensweisen äußern. Die Rahmenbedingungen in den meisten Kitas erlauben daher oft nur eine stundenweise Betreuung der Kinder, häufig können sie gar nicht aufgenommen werden, was für die Eltern eine große Belastung darstellt. Eine ungeregelte und unplanbare Kinderbetreuung macht es Eltern schwer möglich, einen Beruf auszuüben. Zudem ist insbesondere bei Kindern mit Beeinträchtigungen die pädagogische Frühförderung elementar wichtig.

Unser Bildungsprojekt erfährt von Beginn an viel Zuspruch - auch dank des Films, den wir hier auf der Seite zeigen. Mit den zahlreichen Spenden konnte die in.betrieb-Kita „Rheinlinge“ so umgestaltet werden, dass nun mehr Kinder mit Autismus und herausforderndem Verhalten einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Platz erhalten – mit Rückzugsmöglichkeiten und gezielten Spiel- und Fördermaterialien. Die Stiftung hat die nötigen Umbaumaßnahmen für Rückzugsmöglichkeiten finanziert.  

Nun gehen wir einen Schritt weiter und möchten mit weiteren Spenden den Aufbau einer Beratungs- und Förderstelle für Kinder mit Autismus unterstützen.

Viele Familien erhalten für ihr Kind die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und benötigen eine Beratung und einen Umgang mit der Diagnose. Die Kinder und ihr soziales Umfeld, wie Familien oder auch Gemeinschaftseinrichtungen, brauchen Strategien für eine bedürfnisorientierte Integration. Insbesondere bei Veränderungen oder Übergängen (z. B. von Kita zur Schule) kann eine fachliche Beratung unterstützen. Diese Begleitung will die Beratungs- und Förderstelle von der in.betrieb gGmbH geben.

Die Stiftung Tausendgut setzt immer dort an, wo die Regelfinanzierung durch die Leistungsträger endet und setzt sich so dafür ein, Kindern mit ASS Teilhabe zu ermöglichen.

Schon Anfang 2026 werden Spenden für Personal, Fortbildung sowie Räumlichkeiten benötigt.

 

Senior*innen mit Behinderungen

Zeit und Raum schaffen für gelingende Inklusion von Senior*innen mit Behinderung

Der Eintritt ins Rentenalter darf auch für Menschen mit Behinderung nicht zwingend eine Sackgasse sein. Auch sie wollen und sollen in ihrem Ruhestand aktiv sein, wollen Freunde und Bekannte treffen und am allgemeinen und öffentlichen Leben teilhaben. Dafür setzt sich die Stiftung Tausendgut u. a. ein.

Vor fast fünf Jahren hat die in.betrieb gGmbH die Rentner*innentagesstruktur „zeit.raum“ in eigenständigen und seniorenadäquaten Räumlichkeiten in Mainz-Hechtsheim eröffnet. Dies war ein kleiner Beitrag, um in der Angebotslandschaft für ältere Menschen mit Behinderung eine Versorgungslücke zu schließen. Die täglichen Beschäftigungs- und Freizeitangebote werden gern und zahlreich von vielen Senior*innen mit Behinderung wahrgenommen. Die Warteliste wächst. Da viele der Besucher*innen dennoch viel Unterstützung im Alltag und in ihrer Mobilität benötigen, begrenzte sich das Angebot der Rentner*innentagesstruktur bislang vor allem auf den „zeit.raum“ selbst und seine direkte Umgebung. Dies soll sich ändern. Dafür braucht es „noch“ etwas mehr personelle Unterstützung.

Mit dem Projekt „Zeit und Raum“ möchte sich der zeit.raum zukünftig stärker nach außen öffnen, Begegnungen mit anderen Senior*innen im Stadtteil und darüber hinaus ermöglichen und auch den Aktivitätsradius der zeit.raum-Besucher*innen erweitern. Hier bieten sich Besuche von Stadtteiltreffs, Senior*innen-Cafés oder regionale kulturelle Veranstaltungen an. Dadurch soll das Verständnis füreinander von Menschen mit und ohne Behinderung gestärkt bzw. für die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen sensibilisiert – kurzum echte Inklusion – geschaffen werden.

 

Besondere Wohnformen

Wir geben Raum zum Wohlfühlen in der Region

Die in.betrieb gGmbH beabsichtigt in Mainz in den kommenden Jahren eine „besondere Wohnform“ für Menschen mit Schwerst-Mehrfachbehinderungen zu schaffen. Die Wohnform richtet sich an erwachsene Menschen mit komplexen kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen, die eine 24-Stunden-Betreuung benötigen. Dieses Angebot soll eine große Versorgungslücke in der Region schließen, eng in den Sozialraum eingebunden sein und so die Inklusion von Menschen mit Schwerst-Mehrfachbehinderungen in der Gesellschaft bestmöglich fördern.

Die Bewohner*innen der "besonderen Wohnform" sollten in der Lage sein, eine externe Tagesstruktur, wie z. B. im Regelfall eine Tagesförderstätte oder auch eine anerkannte Werkstätte zu besuchen. Die "besondere Wohnform" soll baulich, sachlich und personell so konzipiert sein, dass dort Menschen mit Behinderungen mit überwiegend pflegerischem Bedarf versorgt und ihren Ressourcen entsprechend gefördert werden können. Dazu können zum Beispiel gehören: Einzelförderungen in den Bereichen Wahrnehmung, Kommunikation, Bewegung, Motorik und Alltagspraxis, kreative, musikalische und handwerkliche Gruppenangebote, die Förderung der Selbstständigkeit, Orientierung und sozialer Kontakte sowie therapeutische Angebote.

Die öffentlichen Mittel machen zwar eine grundlegende Realisierung möglich, erfordert jedoch aufgrund des umfassenden und komplexen Bedarfes erhebliche und dauerhafte finanzielle Drittmittel abseits der öffentlichen Hand. Die Stiftung Tausendgut möchte ihren Beitrag leisten, über die Mindestanforderungen hinaus, einen bedarfsgerechten Ort zu schaffen, an dem sich Bewohner*innen und Angehörige wohlfühlen.